sh steiner emotionale kompetenz

Claude Steiner; Paul Perry
Broschiert: 256 Seiten; Verlag: dtv; (Oktober 1999); ISBN-13: 978-3940212214;
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten; Verlag: Carl Hanser (August 1997); ISBN-13: 978-3446191303; 
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Die gesunde Gestaltung von Beziehungen bildet die Grundlage der menschlichen Entwicklung. Die erlernt jeder Mensch in geradezu prägender Weise in der Kindheit und Jugendzeit. Das sollte eigentlich so sein! Aber wir leben in einer Gesellschaft, in der die Bedeutung des Verstandes, des Lernens und des Wissentransfers überbetont die Kindererziehung prägt und die emotionale Entwicklung oft massiv vernachlässigt wird. Leider sind oft die Eltern selber nicht so fit im Umgang mit ihren Gefühlen und Bedürfnissen, wie es für sie selbst und für die Kinder förderlich wäre.
Wenn Sie die Gestaltung Ihrer menschlichen Beziehungen zu Ihren Kindern, in der Partnerschaft, am Arbeitsplatz verbessern möchten und zugleich Ihren Zugang zu Ihren eigenen gefühlen und denen anderer Menschen verbessern wollen, dann ist dieses Buch das Richtige für Sie!

Derzeit wird der Begriff »Emotionale Kompetenz« leider für alles Mögliche missbraucht. Das echte, ursprüngliche Konzept stammt von Claude Steiner und begründet sich auf Methoden der Transaktionsanalyse. Diese arbeitet mit dem Modell aus Erwachsenen-ICH, Kind-ICH und Eltern-ICH und erklärt damit Vorgänge in der Gestaltung von menschlichen Beziehungen. Das gleiche Modell, jedoch in erheblich vereinfachter Form, verwendet auch die Schematherapie.

Nachdem ich mich in die Schematherapie eingearbeitet hatte, sah ich, dass mit ihr tief sitzende störende Verhaltensmuster bearbeitet und aufgelöst werden können. Es findet in dieser Therapie bei Bedarf auch eine „Nachbeelterung” (=reparenting) statt. Aber es fehlt das meist ebenfalls erforderliche Erlernen von Emotionaler Kompetenz, der Fähigkeit, Beziehungen aktiv, konstruktiv und erfreulich zu gestalten.
Als großes Glück in meinem Leben empfand ich daher mein persönliches Zusammentreffen mit Claude Steiner und vielen weiteren, an seinem Konzept interessierten Menschen. (Konferenz der DGEK e.V. vom 02. bis 05. Juni 2011 in Bad Grönenbach) Besonders spürte ich, dass Claude sein Konzept tatsächlich lebt und nicht nur theoretisiert. Ich entdeckte mit großer Freude, dass ich hier das fehlende Stück gefunden habe, um meine Klienten auch im Bereich der Beziehungsgestaltung und dem Zugang zu den eigenen Gefühlswelten besser fördern zu können.

Ich erkannte, dass die Arbeiten von Claude Steiner zur „Emotionalen Kompetenz” eine viel größere Tiefe und Mächtigkeit haben, als die Arbeiten von Marshall B. Rosenberg und seiner demgegenüber zuweilen oberflächlich und formell erscheinenden „Gewaltfreien Kommunikation”.
Ursache für diesen Unterschied sind die Methoden der Transaktionsanalyse, auf denen Claude Steiner sein Konzept der „Emotionalen Kompetenz” aufbaut. Ich erkannte auch, dass viele Schwierigkeiten, die ich selbst und meine Workshop-Teilnehmer beim Umsetzen der Gewaltfreien Kommunikation im Alltag hatten, genau auf diesem Unterschied beruhen. Seither biete ich den Kurs „ Emotionale Kompetenz und Partnerschaft” an, in dem ich die aus Claude Steiners, Marshall B. Rosenbergs und aus den Erkenntnissen der Schematherapie ein Neues Ganzes entwickle. Auch mein Kursangebot „Würdezentrierte Kommunikation” geht unter anderem auf die Anregungen von Claude Steiner zurück.

Verlags-Beschreibung:

Claude Steiner, ein direkter Schüler von Eric Berne, dem Begründer der Transaktionsanalyse, leistet mit diesem Buch einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der zunehmenden Gefühlsverarmung in unserer Zeit. Claude Steiner hat nach über zwanzig Jahren Erfahrung als Therapeut auf diesem Gebiet ein Zwölf-Punkte-Programm ausgearbeitet, das dem Leser — am besten zusammen mit einem lernwilligen Partner (einer lernwilligen Partnerin) — den Weg von emotionaler Taubheit zu emotionaler Meisterschaft zeigt. Viele Beispiele aus der Praxis machen dieses Buch zu einem Arbeitsbuch für all jene, die lernen wollen, mit den eigenen Gefühlen und jenen ihrer Mitmenschen (Partner/-innen) besser umzugehen.
Das Wechselspiel von Emotionalität und Rationalität zu erkennen und zu beherrschen und die eigenen zwischenmenschlichen, das heißt kommunikativen Fähigkeiten zu schulen und zu verfeinern, darin liegt die Schlüsselkompetenz unserer Zeit für beruflichen wie privaten Erfolg.