Vielleicht haben Sie mich bereits in Rottweil oder in Zimmern barfuß unterwegs gesehen, auf Gehwegen, beim Einkaufen oder in meiner Praxis. Ich mache mir einfach eine Freude damit und ich erlebe es als Genuss pur!

Ich habe ausprobiert, wann mir im Sommer der Boden zu heiß wird (ab ca. 45°C) und wann es für meine Füße zu kalt wird (unterhalb ca. 8°C). Überrascht Sie das? – OK, jeder hat da andere individuelle Grenzen. Aber ist es nicht erstaunlich, dass der menschliche Körper viel leistungs- und anpassungsfähiger ist, als wir allgemein denken?

Und was ist daran so gesund?

Das ist die spezielle Art zu gehen, die sich ganz von selbst einstellt, wenn Sie es nur versuchen! Wenn kleine Kinder laufen lernen, treten sie immer mit dem Ballen (Vorderfuß) zuerst auf. Die Ferse berührt beim Abrollen des Fußes nur ganz kurz und meist ohne Belastung den Boden.
Das ist die natürliche, durch die Evolution entstandene und schonendste aber auch leistungsfähigste Art, zu gehen oder zu laufen! Leider werden Kinder schnell daran gewöhnt – oder besser gesagt: umerzogen – in Schuhen zu gehen. Schuhe sind so konstruiert, dass sich wie von selbst ein unnatürlicher Gang einstellt, bei dem immer die Ferse zuerst augesetzt wird. Dadurch wird der gesamte Körper ungefedert mit einem Stoß-Impuls belastet. Das geht besonders auf die Knie-  und Hüftgelenke und auf die Wirbelsäule!

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Überraschende Forschungsergebnisse

Vor etwa 7 Jahren wurden an mehreren Sport-Kliniken und Universitäten Studien über die optimale Gestaltung von „Laufschuhen”  durchgeführt und man untersuchte dabei die aktuell „besten” Schuhe am Markt. Das überraschende Ergebnis: ALLE (!) Schuhe schadeten den Füßen mehr, als dass sie nutzten! Am schonendsten für die Gelenke und für zugleich die besten Laufleistungen stellte sich das Gehen und Laufen ganz ohne Schuhe heraus!

Da aber im Alltagsleben geschotterte Wege, Split, Streusalz, zu heiße oder kalte Böden oder Glasscherben, Hundekot usw. vorkommen, erfand die Industrie die sogenannten „Barfuß-Schuhe”. Gute Schuhe dieser Art sind ab etwa 120 Euro aufwärts erhältlich.

Meine Erfahrung bisher: Es geht im ganz normalen Alltag sogar ganz ohne Schuhe, wenn die individuellen Temperaturgrenzen eingehalten werden und die Böden trocken sind.

„Aber was sollet dann die Leut denke? Des kannscht net bringe! Oooomeglich!”

Da sind wir beim Thema „Mut”, beim Thema „was ist normal”, was ist „sozial akzeptiert”. Und daraus ergibt sich die Frage: Wollen Sie sich wirklich auf die Nutzung Ihrer Freiräume verzichten, bloß weil die „soziale Norm” ein anderes Verhalten vorgibt?

Ich erlebe immer wieder, dass viele Menschen (und ganz besonders die Einwohner im Ländle) dazu neigen, auf ihre Freiräume zur Lebensgestaltung zu verzichten und sich lieber nach dem „kleinsten sozial akzeptierten gemeinsamen Nenner” zu richten… – und dann sicherheitshalber noch mindestens 25% unterhalb dieser „Norm” bleiben, um garantiert niemals „unangenehm aufzufallen”.
Sie möchten damit die größtmögliche Sicherheit für sich herstellen, von möglichst allen Menschen akzeptiert und gemocht zu werden. Und sie möchten damit die größtmögliche Sicherheit für sich herstellen, niemals in „peinliche Situationen” zu kommen, in denen sie aufgrund ihres individuellen Verhaltens von anderen beschämt werden könnten.

Zum Thema Scham und Beschämung habe ich ja bereits Angebote. Sie können aber auch meinen Artikel zu diesem Thema lesen.

Der Inhalt dieses Seminar

Zunächst erhalten Sie Informationen über Körperbelastung und Funktionsablauf beim Gehen und Laufen. In Videoclips erfahren Sie mehr über die „theoretische Seite” des Barfuß-Gehen.

Dann werden wir im Seminarraum „geradezu in Zeitlupentempo” und unter großer Achtsamkeit nachspüren, wie sich die Füße im Detail anfühlen, wenn sie bewegt, belastet und schließlich zum natürlichen Gehen ohne Schuhe / Barfußschuhe verwendet werden.

Schließlich erproben wir die verschiedenen Möglichkeiten, wie der Fuß beim Gehen abrollt und wie sich dieser Vorgang im ganzen Körper unterschiedlich auswirkt. Erst dann probieren wir aus, wie sich das Gehen im „Normaltempo” anfühlt, wenn der Ballen (Vorderfuß zuerst aufgesetzt wird und die Ferse kaum belastet wird.

Ganz „mutige” Teilnehmer sind eingeladen, gemeinsam barfuß eine Runde durch Zimmern zu gehen (geeignetes Wetter vorausgesetzt). Denn was soll das ganze Seminar bringen, wenn man die Anregungen nicht konkret und tatsächlich „in Alltagssituationen” ausprobiert und neue Erfahrungen sammelt?

organisatorische Details

Teilnahmemöglichkeit und Anmeldung

  • Bitte melden Sie sich Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Teilnahme an.
  • Der Kurs ist geeignet für Teilnehmer ab ca. 14 Jahre.
  • Die Teilnehmer verpflichten sich zu ihrer eigenen Sicherheit und Schutz zur Einhaltung der Gruppenregeln.