Viele Menschen sind schon von klein auf durch Personen beschämt worden, von denen sie eigentlich Schutz, Sicherheit, Stärkung und Ermutigung hätten erwarten können. Diese Verletzungen prägen bis heute: Da ist die Angst, dass sich andere auf unsere Kosten belustigen, dass wir abgewertet oder ausgegrenzt werden.

Überraschend viele Menschen glauben fest daran, unzureichend, ungeschickt oder irgendwie fehlerhaft zu sein. Und sie befürchten ständig, dass andere diese Mängel und Schwächen bemerken und sie dann beschämt und ausgegrenzt werden.

Je mehr man sich bemüht, umso schlimmer wird es

Das Verrückte an der Sache ist aber: je mehr wir nach perfektem Verhalten streben (um Beschämungen zu vermeiden), desto schlimmer werden diese Befürchtungen. Das ist durchaus verständlich: Je perfekter man sein will, desto mehr muss man auf Fehler und deren Vermeidung sowie auf mögliche eigene Schwächen achten.
So richtet man allmählich seine ganze Aufmerksamkeit immer mehr auf die vermeintlichen oder tatsächlichen Mängel und übersieht damit alle durchaus vorhandenen Stärken!!! Und man beschädigt das eigene Selbstbewusstsein und den eigenen Selbstwert.

Auch wer Mobbing erleiden musste, hat erlebt, dass Mobbing immer mit Scham und Beschämung verbunden ist. Und dass auch hier ganz ähnliche Dinge ablaufen, wie gerade beschrieben.

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Konkurrenzdenken fördert Abwertung, Scham und Beschämung

Wir leben leider in einer leistungsorientierten und perfektionistisch ausgerichteten (kapitalistischen) Gesellschaft. Schon vom Kleinkindalter an wird vermittelt, dass es darum geht, immer leistungsfähiger als andere zu sein – Konkurrenzdenken (und Darwinismus) pur! Das Konkurrenzprinzip führt zwangsläufig in die Überlastung und Selbstzerstörung. Wir finden es bestätigt in der drastischen Zunahme psychischer Probleme, in der Zerstörung unserer Umwelt, in den heutigen neokolonialen Kriegen (wegen der Bodenschätze und Rohstoffe) usw.

Das Konkurrenzdenken führt dazu, sich selbst aufzuwerten und andere abzuwerten. Diese Abwertung erfolgt oft durch Scham und Beschämung des Mitbewerbers. Und zwar meistens dann, wenn der „Täter” von seiner objektiven Leistung her gar nicht überlegen ist, er aber dennoch so gesehen werden möchte. Genau deshalb werden Schüler mit einem überdurchschnittlichen Notendurchschnitt oft gemobbt: Es ist der pure Neid der hinsichtlich der Noten „unterlegenen” Mitschüler.

Wenn wir nicht schleunigst damit beginnen, in allen Bereichen des Lebens kooperativ zu denken und zu handeln, werden wir uns selbst und diese Erde zerstören!

Aus eigener Kraft falscher Scham und Beschämung widerstehen können…

In diesem Seminar tragen wir zunächst unsere Erfahrungen mit Scham und Beschämung zusammen und unterscheiden zwischen verschiedenen Arten von Scham.

In einigen Rollenspielen schauen wir uns typische Alltagssituationen von Beschämung an. Dazu erkläre ich die „Logik der Psyche”, die Wirkungsmechanismen, die bei einem solchen Vorgang ablaufen. Schon durch dieses tiefere Verständnis werden Sie Ansätze entdecken, wie Sie das miese Spiel anderer durchbrechen können.

Dann erfahren Sie, welche Veränderungen in Ihnen selbst nötig sind, damit Sie die im nächsten Seminar-Abschnitt vermittelten Strategien wirklich erfolgreich umsetzen können. Abschließend zeige ich Ihnen alle meine Strategien, die ich in nunmehr 65 Lebensjahren entdeckt und entwickelt habe und die ich im Selbst-Training und Selbst-Versuch erfolgreich anzuwenden erlernt habe.

Außer sich selbst, bringen Sie bitte etwas Mut mit für Neues!

organisatorische Details

Teilnahmemöglichkeit und Anmeldung

  • Bitte melden Sie sich Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Teilnahme an.
  • Der Kurs ist geeignet für Teilnehmer ab ca. 14 Jahre.
  • Die Teilnehmer verpflichten sich zu ihrer eigenen Sicherheit und Schutz zur Einhaltung der Gruppenregeln.