Ich lade Sie herzlich ein zu einem interaktiven Vortrag ein!

Bisher übliche Therapie-Angebote hinterlassen oft zwiespältige Gefühle bei allen Beteiligten. Was wäre, wenn eine andere Sichtweise eine erfreuliche Entwicklung für alle Beteiligten ermöglicht? Was wäre, wenn wir zunächst davon ausgehen würden, dass es sich beim Phänomen AD(H)S lediglich um eine besondere Ausprägung des menschlichen Temperaments handelt und nicht um eine „Krankheit” oder „Störung”? Und könnte es sein, dass es dann darum gehen müsste, wie ein Mensch mit diesem Temperament besser umzugehen lernt, damit ihm seine Lebensgestaltung und die Gestaltung von Beziehungen gelingt?

Wenn wir solche Annahmen zulassen, steht z.B. die Frage nach medikamentösen Eingriffen oder danach, ob AD(H)S erblich / genetisch verursacht und ob es eine „Krankheit” oder „Störung” ist, gar nicht mehr. Solche Annahmen führen eher dazu, dass die „typischen AD(H)S-Symptome” erst durch das unglückliche (dysfunktionale) Zusammenwirken aller Beteiligten entstehen. Schnell entsteht hier ein Teufelskreis aus rigiden Erziehungsmaßnahmen, Wut, Trotz und Verweigerung als Gegenreaktion auf die unangemessenen Eingriffe in die Autonomie usw.

Meine grundsätzliche Haltung in meiner ganzen psychotherapeutischen Tätigkeit erlaubt eine Sichtweise, durch die jeder meiner Klient/innen sich befreit und entlastet fühlt: Ich gehe davon aus, dass fast alle bei psychischen Problemen erscheinenden Symptome lediglich sichtbar werdende, misslingende Bewältigungsversuche sind, mit denen jeder Mensch versuchen könnte, sein Leid zu verringern, weil niemand ihm eine tragfähige konstruktive Lösung gezeigt hat oder zeigen konnte.

Jeder „ganz normale Mensch” wird auffällige Verhaltensweisen, Gedanken und Gefühle entwickeln, wenn ihm z.B. im Rahmen von AD(H)S in jungen Jahren ein Etikett aufgeklebt wird mit der Aufschrift: AD(H)S – gestört / krank. Die Folgen daraus sind (nicht nur) meiner Erfahrung nach meist viel schlimmer, als die durch das besondere Temperament bedingten, störenden Erlebnisse!

Meine Sichtweise stigmatisiert nicht, etikettiert nicht, sondern äußert sich in der Konsequenz, dass Psychotherapie nach meinem Verständnis eine Nachschulung für's Leben darstellt. Klient/innen können etwas nach-entwickeln, für dessen Entwicklung bisher keine oder zu wenige Möglichkeiten bestanden haben (meist in Kindheit und Jugend). Dabei geht es keineswegs um Schuldzuweisungen an die Bezugspersonen. Fast immer haben die seinerzeit ihr Bestmöglichstes getan. Denn sie haben es nicht besser gewusst! Meine therapeutische Sichtweise schafft Entlastung. Und durch Entlastung entstehen neue Freiräume zur Entfaltung!

Die Anregungen, die ich Ihnen präsentiere, beruhen auf wissenschaftlich fundierten Grundlagen der Schematherapie, meiner therapeutischen Kernkompetenz. In der Sichtweise der Schematherapie und dem auch für Kinder leicht verständlichen und gut nutzbaren Modell der drei Persönlichkeits-Anteile entdeckte ich neue Lösungsmöglichkeiten.
Diese ergänzte ich durch bekannte verhaltenstherapeutische Methoden, mit denen man lernen kann, überschießende Gefühle zu regulieren und mit Frustrationen angemessen und konstruktiv umzugehen. Ein weiterer Baustein ist die „Würdezentrierte Kommunikation“, die auf der Gewaltfreien Kommunikation (M. Rosenberg) sowie den Gedanken der Transaktionsanalyse (E. Berne) beruht, dabei aber die Erfüllung der menschlichen Grundbedürfnisse gemäß der Erkenntnisse der Schematherapie zum Ziel hat. Bei meiner therapeutischen Arbeit vermittle ich fast immer das Prinzip der „Achtsamkeit“ und beziehe es auch hier mit ein. In der Gesamt-Kombination ergibt sich ein Therapieangebot, das sich an alle Beteiligte richtet und zudem eine Chance zur persönlichen Entwicklung bietet.