Liebevoll mit sich selbst umgehen – wie geht das?

Das sagt sich so leicht. Und oft scheint die Lebenssituation nicht geeignet, dass man sich selbst etwas gönnen darf. Erstaunlich viele Menschen neigen sogar dazu, sich selbst für Fehlschläge zu „bestrafen”, indem sie sich „zum Ausgleich” angenehme Dinge des Lebens versagen. — Leider führen solche Verhaltensweisen immer weiter abwärts.

Oft haben Menschen sogar vergessen, was sie brauchen, um glücklich zu sein und wissen nicht wie sie für sich selbst gut sorgen können. Dabei geht es meist gar nicht so sehr um materielle oder finanzielle Dinge, sondern um das bewusste Wahrnehmen von Gefühlen und Bedürfnissen, sowohl der eigenen wie auch der von anderen. Oder es geht um das Gestalten eines erfreulich-lustvollen Miteinanders. Schauen Sie mal:

Gut für sich selbst sorgen — das brauchen Sie:

  • körperliche Sicherheit, Schutz, Versorgung
  • stabile Basis, Kontinuität, Zuverlässigkeit
  • nährende Bindungen zu anderen Menschen, Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen
  • Geborgenheit, emotionaler Schutz, Vertrauen
  • emotionale Zuwendung, Mitgefühl, Trost
  • Angenommen-Sein wie man ist
  • Ermutigung und Anleitung zur Entfaltung der Potenziale
  • Möglichkeit zu Kontrolle, Abgrenzung und Autonomie
  • Erfahrung der Selbstwirksamkeit
  • Lust, Humor, Spiel, Spaß, Entdeckerfreude
  • Respekt, Beachtung, Berücksichtigung
  • Freiheit zum Ausdruck von Gefühlen + Bedürfnissen
  • Anerkennung, Wertschätzung, Lob
  • Angemessene Grenzen (z.B. Werte, Maßstäbe, Ethik sowie Balance zwischen Lust und Disziplin)

(Die o.g. Grundbedürfnisse wurden empirisch als Grundlage für die Schematherapie festgestellt. Deren Richtigkeit wurde in über 12 Jahren Praxis durch die nachhaltigen und effizienten Therapieerfolge bewiesen.)

Je mehr Sie selbst dafür sorgen, dass diese Grundbedürfnisse erfüllt sind in Ihrem Leben, um so glücklicher und erfüllter werden Sie Ihr Leben genießen können!

Wenn Ihnen das zu einfach oder sogar zu wirklichkeitsfremd erscheint, lesen Sie bitte Tipp 08.