Als Heilpraktiker der Psychotherapie genieße ich die Freiheit, keine Abgrenzung zwischen Beratung und Therapie vornehmen zu müssen. Wenn Sie meine Praxis aufsuchen, kann folglich niemand daraus schließen, dass Sie „Psychotherapie nötig hätten”. Denn ich biete in meinen Praxisräumen auch Fortbildung und Selbsterfahrung an. — Aber auch in der inhaltlichen Zusammenarbeit hat es für Sie erhebliche Vorteile, wenn Selbsterfahrung, Beratung und Therapie verschmelzen:

Die in der Praxis kaum realisierbare, eindeutige Abgrenzung  zur Therapie beruht auf gesetzlichen Vorgaben: Denn nur wer eine Heilerlaubnis besitzt, darf Therapie (=Heilbehandlungen) anbieten. Das ist auch gut so! – Für die psychologische Beratung ist (leider) keine Qualifikation vorgeschrieben.
Ferner beruht die Abgrenzung zur Therapie auf sozialrechtlichen Vorschriften, nach denen Krankenkassen die Kosten für Therapie übernehmen, nicht aber für Beratung. Da Beratung aber meist auch der Prävention dient, führt diese sozialrechtliche Vorgabe oftmals dazu, dass Menschen „zunächst so richtig krank werden müssen”, ehe sie Hilfe durch das Gesundheitssystem erhalten.
Noch schädlicher wirkt sich diese Abgrenzung aus, weil hierzu eine Unterscheidung (Diagnose) zwischen „krank” bzw. „gestört” (Therapiebedarf) und „gesund” bzw. „normal” (evtl. Beratungsbedarf) vorgenommen werden muss. Dazu werden die auftretenden Symptome mit einem Katalog (ICD-10) verglichen: wenn da was passt, ist jemand „krank” und erhält einen Fachbegriff für das Problem. Dies führt bei psychischen Schwierigkeiten aber oft zu einer Etikettierung und Stigmatisierung der Menschen und bringt dann zusätzliche Probleme mit sich (siehe auch hier).

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Beratung und Selbsterfahrung ist meist Prävention und verhindert größere Probleme

Genau das ist bereits der erste wichtige Vorteil in meiner Praxis: Kommen Sie möglichst, bevor ernste Probleme auftreten! Um so schneller und kostengünstiger können sie behoben werden!
Wenn Ihr Auto merkwürdige Geräusche von sich gibt oder die Warnlampe ab und zu aufleuchtet, werden Sie vermutlich nicht einfach damit weiter fahren und es darauf ankommen lassen, dass eventuell ein größerer Schaden eintritt. – Warum also sollten Sie mit Ihrem Auto rücksichtsvoller umgehen, als mit sich selbst?
Außerdem hält Ihr Auto meist nur 5 bis 10 Jahre lang. Sich selbst aber haben Sie ein ganzes Leben lang. Ihre Investition in Beratung oder Therapie wird sich daher um ein Vielfaches für Sie auszahlen: es ist die krisensicherste Investition, die Sie vornehmen können!

Wenn psychologische Beratung in Psychotherapie übergeht

Beispiel: ständige Konflikte mit anderen Menschen

Angenommen, jemand wünscht Beratung, um ständig wiederkehrende Konflikte mit anderen Menschen künftig besser lösen und um unnötige Konflikte vermeiden zu können. Dann würde ich auf Grundlage meiner Angebote „Würdezentrierte Kommunikation” sowie „Praxis der Achtsamkeit” den Klienten dabei begleiten, einen kooperativeren Kommunikationsstil zu erlernen und erfolgreich anzuwenden. Bei Bedarf vermittle ich auch Kenntnisse in „Emotionsregulierung” dazu.

Während dieser Beratungsarbeit stellt sich aber möglicher Weise heraus, dass im Hintergrund eine andauernde Mischung aus Frustration und Wut vorhanden ist und dass diese Gefühle den kooperativen Gedanken einer konstruktiven Kommunikation sabotieren.
Hier kann ich den Klienten durch Psychotherapie dabei begleiten, herauszufinden, wodurch diese belastenden Gefühle entstanden sind und wie sie heute in Alltagssituationen aktiviert werden. Erst wenn die Ursache bearbeitet und aufgelöst ist, wird der Klient tatsächlich zu einem konstruktiven freundschaftlich-wohlwollenden Kommunikationsstil finden.

Im Rahmen des krankenkassenfinanzierten Gesundheitssystems hätte der Klient erst an den Folgen seiner ungünstigen Kommunikation „erkranken” müssen, sodass er eine Diagnose nach der ICD-10 (Internationales Verzeichnis aller Krankheiten) erhält. Leider muss er dann oft ein dreiviertel Jahr lang (oder länger) auf einen Therapieplatz warten, während dessen sich das Leid ständig verschlimmert und meist auch soziale Folgen zu befürchten sind wie z.B. Konflikte am Arbeitsplatz oder in der Partnerschaft.

Beispiel: Stress und BurnOut-Gefahr

Jemand leidet darunter, dass ihn der Druck am Arbeitsplatz („Arbeitsverdichtung”) fertig macht und fast keine Kraft mehr bleibt, auch noch für die Kinder und die Partnerin da zu sein. Für sich selbst ist selten genug Freizeit möglich, weil die Verpflichtungen einfach zu viel sind.
Natürlich werde ich mehrere Methoden vermitteln können, wie dieser Klient seinen Stress besser abbauen kann. Und gemeinsam können wir mehrere praktische Ansätze finden, wie man sich gegen überlastende Anforderungen Dritter angemessen abgrenzen und seine eigenen Bedürfnisse besser durchsetzen kann.

Aber dann stellt sich in der Beratungsarbeit heraus, dass der Klient sich noch nie richtig hat durchsetzen können. Ein „Nein!” ist für ihn unvorstellbar. Schon in jungen Jahren hat er erlebt, dass seine Gefühle und Bedürfnisse unwichtig seien und er nicht herumjammern dürfe.
Um diese ungünstigen Prägungen aus seiner Kindheit und Jugend aufzuarbeiten und sich daraus befreien zu können, braucht der Klient eine Psychotherapie. Reine Beratungsarbeit reicht nicht aus!

Auch hier hätte der Klient erst unter dem zunehmenden Stress und dessen Folgen zusammen brechen müssen. Erst dann wäre eine „Störung” nach ICD-10 diagnostiziert worden und er hätte nach unzumutbar langer Wartezeit endlich auch einen Therapieplatz erhalten.

Nicht zögern, bis es wirklich schlimm ist…

sondern so früh wie möglich in die Beratung gehen, ist eine zusätzliche Schlussfolgerung aus den oben angeführten Beispielen. Und weil die Krankenkassen leider diese Prävention nicht finanzieren, bleibt nur der Weg zu einem qualifizierten Heilpraktiker für Psychotherapie oder zur Privatpraxis eines Psychotherapeuten.

Ihr Vorteil: Ihr Leiden verschlimmert sich nicht unnötig und Sie erhalten ohne Wartezeit schnell eine professionelle Begleitung.

Der Nachteil: Sie werden die Leistungen des Heilpraktikers oder des Psychotherapeuten selbst bezahlen müssen. Typische Honorare eines Heilpraktikers für Psychotherapie liegen zwischen 80 und 120 Euro pro 60 Minuten. Ein Psychotherapeut mit Privatpraxis verlangt  gemäß GOÄ-Tabelle meist zwischen 150 und 280 Euro pro 50 Minuten.
Dennoch liegt in der selbst bezahlten Beratung oder Psychotherapie ein Vorteil: Erfahrungsgemäß ist die Therapie-Motivation bei selbstzahlenden Klienten viel höher als bei kassenfinanzierter Therapie, sodass Sie mit einer kürzeren Therapiedauer rechnen können.