Als Heilpraktiker der Psychotherapie genieße ich die Freiheit, keine Abgrenzung zwischen Beratung und Therapie vornehmen zu müssen. Wenn Sie meine Praxis aufsuchen, kann folglich niemand daraus schließen, dass Sie „Psychotherapie nötig hätten”. Denn ich biete in meinen Praxisräumen auch Fortbildung und Selbsterfahrung an. — Aber auch in der inhaltlichen Zusammenarbeit hat es für Sie erhebliche Vorteile, wenn Selbsterfahrung, Beratung und Therapie verschmelzen:

Die in der Praxis kaum realisierbare, eindeutige Abgrenzung  zur Therapie beruht auf gesetzlichen Vorgaben: Denn nur wer eine Heilerlaubnis besitzt, darf Therapie (=Heilbehandlungen) anbieten. Das ist auch gut so! – Für die psychologische Beratung ist (leider) keine Qualifikation vorgeschrieben.
Ferner beruht die Abgrenzung zur Therapie auf sozialrechtlichen Vorschriften, nach denen Krankenkassen die Kosten für Therapie übernehmen, nicht aber für Beratung. Da Beratung aber meist auch der Prävention dient, führt diese sozialrechtliche Vorgabe oftmals dazu, dass Menschen „zunächst so richtig krank werden müssen”, ehe sie Hilfe durch das Gesundheitssystem erhalten.
Noch schädlicher wirkt sich diese Abgrenzung aus, weil hierzu eine Unterscheidung (Diagnose) zwischen „krank” bzw. „gestört” (Therapiebedarf) und „gesund” bzw. „normal” (evtl. Beratungsbedarf) vorgenommen werden muss. Dazu werden die auftretenden Symptome mit einem Katalog (ICD-10) verglichen: wenn da was passt, ist jemand „krank” und erhält einen Fachbegriff für das Problem. Dies führt bei psychischen Schwierigkeiten aber oft zu einer Etikettierung und Stigmatisierung der Menschen und bringt dann zusätzliche Probleme mit sich (siehe auch hier).

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