Werden die Kosten für eine Psychotherapie von einer privaten oder gesetzlichen Krankenkasse übernommen, kann dies erhebliche Nachteile für den Versicherten haben, weil diese Therapie in den Akten der Sozialversicherungen und auch auf der Elektronischen Versichertenkarte (= eGK) aktenkundlich wird. Denn die Datensicherheit ist zurzeit nicht gewährleistet (siehe hier) (oder Googles Pläne , Bericht Deutsches Ärzteblatt oder Googles Gier nach Gesundheitsdaten, Bericht Heise-Verlag). Man kann geradezu auf den nächsten Daten-GAU geradezu warten, auch bei der eGK! (siehe hier) – Wenn Sie jedoch die Beratungs- und Therapie-Leistungen selbst bezahlen und zudem diese Leistungen von einem Heilpraktiker der Psychotherapie beziehen, erfährt niemand etwas davon und keiner kann Daten sammeln.

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Beratung und Psychotherapie ohne dass jemand etwas davon erfährt

In den Räumen meiner Praxis für Beratung und Psychotherapie finden Seminare statt sowie die Fortbildungen meiner Heilpraktikerschule. Wenn Sie meine Räume aufsuchen, kann ein zufälliger Beobachter nicht daraus schließen, dass Sie dies wegen persönlicher Schwierigkeiten tun!
Und weil ein Heilpraktiker für Psychotherapie ohne Ihren ausdrücklichen Wunsch keine Daten mit Ärzten, anderen Therapeuten oder Krankenkassen austauscht und die elektronische Gesundheitskarte nicht zur Anwendung kommt, sind Sie „immer auf der sicheren Seite”: Niemand erfährt etwas davon, dass Sie Beratung oder Psychotherapie in Anspruch nehmen! Nicht einmal Ihre Bank erfährt etwas, denn meine Leistungen werden nie mit Kreditkarte o.ä. sondern in Bar bezahlt.

Coaching und präventive Beratung nie über die Kasse möglich!

Psychische Schwierigkeiten beginnen meist mit einer geringen Intensität und die Beschwerden nehmen schleichend immer mehr zu. Sie erreichen aber noch nicht die Stärke, bei der ein Arzt oder Therapeut eine „Krankheit” oder „Störung” diagnostizieren kann. Das hat zur Folge, dass Krankenkassen eine Beratung oder Therapie in diesem Stadium nicht finanzieren würden.
Um in dieser Situation hilfreiche Begleitung zu erhalten, damit es nicht noch schlimmer wird, die muss leider privat bezahlt werden. Der approbierte Psychotherapeut rechnet dann oft mit dem 2,8-fachen Satz ab, sodass eine Stunde (45 bis 50 Minuten) 200 bis 300 Euro kosten kann. Ein Heilpraktiker berechnet meist zwischen 80 und 130 Euro je 60 Minuten.

Krankenkassen-finanzierte Psychotherapie ist der richtige Weg, wenn Menschen nicht die nötigen Mittel für eine selbstfinanzierte Therapie aufbringen können oder wenn die langen Wartezeiten hinnehmbar erscheinen.
Aber leider hat krankenkassen-finanzierte Psychotherapie Auswirkungen auf Bereiche, die Sie vielleicht vorher nicht bedacht haben. Von einer Berufsunfähigkeitsversicherung bis hin zur Jobauswahl oder einer beruflichen Karriere kann die aktenkundliche Tatsache, dass Sie an einer Psychotherapie teilgenommen haben, ungünstige Folgen für Sie nach sich ziehen.

Systemfehler Gesundheitswesen: lebenslängliche „Verschleppung” von Diagnosen

Viele meiner Klienten und ich selbst habe es erlebt: Wenn ein Hausarzt eine psychische Diagnose – also eine „Störung” – in die Patientenakte hinein schreibt, bleibt sie dort meist „für immer”. Wenn Sie andere Ärzte oder eine Klinik aufsuchen, fordert man oft ihre Patientenakte an (wenn Sie dem zugestimmt haben). Und dann schreiben die Ärzte und Therapeuten offensichtlich ungeprüft die Diagnosen vom Vorgänger ab. Das geschieht auch dann, wenn die damals gestellte Diagnose längst nicht mehr zutrifft, weil z.B. eine Therapie erfolgreich gewesen ist.

Im Ergebnis wird Sie also eine längst überwundene Depression Ihr Leben lang in der Patientenakte begleiten. Und Sie haben keine Möglichkeit, eine Forderung durchzusetzen, dass diese Diagnose wieder gelöscht wird! Noch schlimmer ist, dass nun alle weiteren Ärzte und Therapeuten Ihnen nicht mehr unvoreingenommen begegnen werden. Denn Sie werden ständig unter dem Blickwinkel der damaligen Diagnose gesehen und eingeschätzt.

Besonders verheerend ist dies bei der Diagnose ADS / ADHS. So liegt mir das Gutachten eines Psychiaters vor, das offensichtlich in zerstörerischer Absicht verfasst wurde: Alle psychischen Probleme werden demgemäß ausschließlich auf ein angeblich vorhandenes, aber tatsächlich nie diagnostiziertes ADHS im Erwachsenenalter zurück geführt. Damit schließt der Psychiater aus, dass dieser Patient jemals andere psychische Probleme haben könnte, als das angebliche ADHS. Da aber ein ADHS nicht vorliegt, erhält dieser Patient für den Rest seines Lebens wohl keine Psychotherapie mehr! Auch dieses Gutachten wird nie mehr aus den Akten entfernt!

Sie wollen, dass Ihre Patientenakte „sauber” bleibt? Die gerade beschriebene, gewaltig nachteilige Problematik haben Sie nicht, wenn Sie Ihre Psychotherapie selbst bezahlen und einen Heilpraktiker damit beauftragen.

Vorsicht bei Berufsunfähigkeitsversicherungen

Versicherungsgesellschaften versuchen naturgemäß das eigene Risiko bei einem Vertragsabschluss zu minimieren. Deshalb muss man sich auf Herz und Nieren prüfen lassen. Besonders empfindlich reagieren die Versicherer auf psychische Probleme in Ihrer Biografie. Hier müssen Sie in der Regel psychische Erkrankungen aus den letzten 10 Jahren angeben. Das ist nachvollziehbar, denn bis zu 40 Prozent aller Berufsunfähigkeiten sind auf psychische Erkrankungen zurück zu führen. Gibt es hier Vorkommnisse, dann werden entsprechende Leistungen der Versicherung vertraglich ausgeschlossen oder es wird überhaupt kein Vertrag angeboten.

Dabei wird häufig nicht einmal unterschieden ob es sich bei der Therapie um eine eher länger dauernde Problematik wie eine Psychose handelt oder ob es z.B. um eine zeitlich begrenzte Trauerbewältigung wegen eines Todesfall ging.  Tritt ein psychisches Problem auf, nachdem erst kürzlich eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen wurde, wird die Versicherung per Gutachten  herausfinden, ob das Problem bereits vorher bestanden hat. Teilweise muss man die Hausärzte von der ärztlichen Schweigepflicht entbinden. Und so erfährt die Versicherung dann ggf. von einer „Altlast”. Der Versicherungsschutz für aktuelle und zukünftige psychische Erkrankungen entfällt dann oder es kommt erst gar kein Abschluss zustande.

Psychische Probleme als Karriere-Hindernis

Psychische Probleme können die Karriere behindern. Zudem gehören psychische Probleme eines Mitarbeiters zu den gerne weitergetragenen Themen. Und je öfter dies weiter erzählt wird, desto phantasierreicher wird ausgeschmückt. Aus einem Besuch beim Neurologen wegen Rückenschmerzen, den man versehentlich in den Terminkalender eingetragen hatte, wird im kollegialen Gerede schnell ein Burnout, eine Depression oder „Schlimmeres”.

Auch bei Personalentscheidungen und Karriereplanungen kann dies einfließen, da man Ihnen „verantwortungsvolle” Aufgaben vielleicht nicht mehr zutraut – auch wenn Ihnen das niemand offiziell sagen wird. Deswegen wird oft empfohlen, über psychische Erkrankungen oder eine Psychotherapie im beruflichen Umfeld besser zu schweigen.

Für den Schutz und die Anonymität von Klienten ist es hilfreich, wenn Praxen von außen eher neutral gehalten sind und nicht jeder vom Betreten des Hauses gleich auf eine Psychotherapie schließen kann. Dies ist sicher in Städten einfacher und in kleineren Orten schwieriger. Manche Klienten fahren deshalb lieber in die nächste Stadt um einigermaßen unerkannt zu bleiben. Den direkten Vorgesetzten einzuweihen, kann dann ratsam sein, wenn Sie zu ihm berechtigtes Vertrauen haben. Er hat er eine gesetzliche Fürsorgepflicht für seine Mitarbeiter und wird den Genesungsprozess hoffentlich (!!!) konstruktiv unterstützen. Oft kennt er hilfreiche betriebliche Vereinbarungen und er kann versuchen, Ihre Arbeitsbelastung zu reduzieren. Man kann auch, die nötige Vertrauensbasis vorausgesetzt, den Betriebsrat um Unterstützung bitten.

Bei stationären Aufenthalten oder längeren Krankschreibungen wird ebenfalls oft geraten, den Grund zu verschweigen. Das kann heikel sein, denn irgendwann ist eine offene und  vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber erforderlich. Vorherige Fehlinformationen verhindern dann eine konstruktive Basis.
Krankschreibungen werden vom Arzt unterzeichnet. Hat man seinem Arbeitgeber eine Knieverletzung gemeldet und es steht dann ein Neurologe oder Psychiater auf der Krankschreibung, hat man ein Problem. (Ein Heilpraktiker kann übrigens keine rechtswirksamen Krankschreibungen vornehmen.)

In den Beamtendienst trotz psychischer Probleme?

Beamten-Anwärter werden in der Regel durch einen Amtsarzt gesundheitlich überprüft. Dazu wird er ggf. um eine Schweigepflicht-Entbindung bitten und Kontakt mit Ärzten und Krankenkassen aufnehmen, um ein vollständiges Bild zu bekommen. Das Verschweigen kleinerer Therapien wie z.B. zur Bewältigung von Prüfungsangst wird schon mal verziehen. Schwerwiegendere psychische Störungen wie Persönlichkeitsstörungen oder Psychosen bedeuten aber das Aus für die Verbeamtung.

Wenn vorhandene oder zurückliegende relevante psychische Störungen bekannt werden, kann das zur Entlassung führen. Eine Lösung sind privat bezahlte Beratungs- oder Therapiestunden bei approbierten Psychotherapeuten oder bei Heilpraktikern für Psychotherapie, denn sie werden auch bei einer Recherche nicht bekannt.

Sollten Ihre Beschwerden jedoch schon so fortgeschritten sein, dass Sie auch medikamentöse Behandlung oder einen stationären Aufenthalt brauchen, müssen Sie den von Krankenversicherungen finanzierten Weg gehen müssen, da hier der Kompetenzbereich eines Heilpraktiker für Psychotherapie endet.