Meine gesamte Arbeitsweise in psychologischer Beratung und Psychotherapie beruht auf den Grundlagen der Schematherapie. Sie zählt zu den wissenschaftlich anerkannten Verfahren. In zahlreichen Studien wurde nachgewiesen, dass Schematherapie zu den effizientesten und nachhaltigsten therapeutischen Verfahren gehört. Mehr über Schematherapie hier.
Die Schematherapie gestattet eine nicht stigmatisierende Sichtweise auf die Entstehung und die Auflösung von psychischen Problemen und verwendet zahlreiche, aus anderen Therapien bewährte Methoden an. Der große Vorteil für Sie: Ich wähle für Sie flexibel diejenigen Methoden aus, die individuell zu Ihrer Persönlichkeit am besten passen und mit denen Sie den größtmöglichen Erkenntnisgewinn haben werden.
Erfahren Sie mehr über meine wichtigsten Therapiemethoden:

Einige Methoden sowie ein einfaches, anschauliches psychologisches Modell gehören direkt in die Schematherapie. Diese finden Sie in einem gesonderten Beitrag über Schematherapie. Die wichtigsten weiteren Methoden, die ich Ihnen bieten kann, beschreibe ich hier:

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Der sokratische Dialog

Im überwiegenden Teil der Gespräche in psychologischer Beratung und Psychotherapie nutze ich den sokratischen Dialog. Hier geht es um eine möglichst nicht beeinflussende Fragetechnik, mit der ich meine Klienten dazu verleite, Dinge aus anderen Perspektiven zu betrachten und sich andere Sichtweisen auf die zu lösenden Schwierigkeiten zu erlauben. Auf diese Weise stelle ich weitestgehend sicher, dass meine Klienten ihre eigenen, individuell zu ihnen passenden Lösungen finden und Ihre eigenen Wertemaßstäbe aufbauen. – Ich selbst biete grundsätzlich keine „vorgefertigten Lösungen” oder gar „Ratschläge” an, weil ich damit die Autonomie der Klienten verletzen und sie auch bevormunden würde. Ich vertraue auf die Kraft der Creativität, die jeder Mensch seit seiner Entstehung hat.

Die Achtsamkeit

Als direkt zur Schematherapie zugehörig sehe ich das Prinzip der Achtsamkeit. Hierzu empfehle ich eine CD mit einer Übung, die sich „BodyScan” nennt. Diese Übung kann in eine tiefe Entspannung führen. Sie schärft aber auch die Fähigkeit, eine wache, beobachtende und nicht wertende Haltung einnehmen zu können gegenüber jeglicher Wahrnehmung. Diese Fähigkeit unterstützt die Therapie, weil man sich seiner Gefühle und Bedürfnisse bewusster wird. Die Achtsamkeit macht es auch leichter, mit starken Gefühlen angemessen umgehen und diese auch regulieren zu können, ohne sie zu unterdrücken.
Alle Klienten, die diese Übung während der Beratung oder Therapie genutzt und die Fähigkeit zur Achtsamkeit entwickelt haben, konnten ihre Ziele erheblich schneller und effizienter erreichen.

Die Würdezentrierte Kommunikation

Sowohl in Beratung als auch in der Therapie zeigt sich, dass die bestehenden Schwierigkeiten auch die Fähigkeiten zu einer gelingenden Kommunikation und zur Gestaltung von Beziehungen beeinträchtigen. Anfangs hatte ich zur Optimierung der Kommunikation die gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg einsetzen wollen. Aber deren Umsetzung im Alltag machte meinen Klienten und auch mir selbst ständig Schwierigkeiten.
Ergänzend beschäftigte ich mich mit der Transaktionsanalyse und den Arbeiten von Eric Berne und Claude Steiner. Deren Ansätze gingen klar in die therapeutische Richtung, schienen mir aber viel zu kompliziert in der Umsetzung im hektischen Alltag. In einer vereinfachten Form findet das Modell der Transaktionsanalyse auch in der Schematherapie Anwendung.
So nahm ich die zusätzlichen Erkenntnisse aus der Schematherapie und auch Anregungen zum Prinzip der Würde aus der Kreativen Leib-Therapie (Udo Baer) hinzu. Daraus entstand mein eigenes Konzept, das ich »Würdezentrierte kommunikation« nenne. Denn es geht in der Kommunikation immer um Beziehungsgestaltung und deshalb um ein Miteinander in Würde.

Imagination zur Stabilisierung – die Kraft der „Inneren Bilder”

Hier geht es um die zielgerichtete Verwendung bildhafter Vorstellungen. Jede bildhafte Erinnerung eines Menschen ist bereits eine Imagination. Um Imaginationen mit einer Zielsetzung verwenden zu können, gestalten wir deren Inhalt bewusst, ähnlich einer Fantasie-Reise. Diese Technik hat sich bereits seit Jahrzehnten z.B. in der Traumatherapie bewährt (Luise Reddemann).

Ich nutze Imaginationen in der Beratung zu virtuellen Rollenspielen. In der Schematherapie setze ich sie ein, um alte Prägungen aus frühen Jahren unwirksam zu machen. In der Traumatherapie verwende ich Imaginationen in der Verbindung der Ansätze von Luise Reddemann (PITT) mit denen der Schematherapie. Belastende Erinnerungen, Denk- und Verhaltensmuster werden verstanden, neu eingeordnet und dabei entmachtet. Der Weg wird frei für realitätsgemäße Freiräume im Fühlen, Denken und Handeln.

Meine Klienten können von mir eine CD mit fünf kurzen Imaginationsübungen erhalten, die sie dann im Alltag einsetzen können. Ziel ist es, die individuell passenden Imaginationen so gut einzuüben, dass sie aus der Erinnerung und ohne Hilfsmittel jederzeit nutzbar sind.

Creative, erlebnisbasierte Methoden – Tanz- und Kunst-Therapie

Hier greife ich das Motto von Udo Baer auf: „Wenn Worte allein nicht reichen…” – Unter Tanztherapie versteht man jede Form der Bewegung und Nicht-Bewegung. Denn es ist nicht möglich, „nichts” auszudrücken! (Paul Watzlawick: Man kann nicht nicht kommunizieren).
In der von mir angebotenen Kunsttherapie geht es nicht um künstlerische Arbeiten, sondern um jede erdenkliche Form, etwas auf ein oder mehreren Papierbögen sichtbar zu machen. Dabei ist sowohl der Vorgang, während die Arbeit entsteht, von Bedeutung, als auch das auf dem Papier erscheinende Ergebnis.
Weitere erlebnisbasierte, creative Methoden sind z.B. Rollenspiele in verschiedensten Varianten. Auch die Arbeit an der Flipchart zählt zu den erlebnisbasierten Methoden, z.B. wenn ein Klient seine „Problemlandkarte” zeichnet.

Creative, erlebnisbasierte Methoden –Therapeutisches Klettern

Therapeutisches Klettern – das ist meine neu hinzugekommene Methode! Ich bin zum ersten Mal in meinem Leben im K5-Kletterzentrum in Rottweil geklettert. Dabei erlebte ich spontan und intuitiv, dass alle meine Gedanken, Gefühle, Körperwahrnehmungen und Verhaltensweisen, die ich beim Klettern hatte, eine direkte Analogie haben zu meinen Gedanken, Gefühlen, Körperwahrnehmungen und Verhaltensweisen in meinem Lebensalltag.
Außerdem haben alle Erlebnisse beim Klettern eine ungeheure Intensität, wie ich sie mit keiner mir bisher bekannten Methode herstellen kann. Die Ursache dafür liegt im „Hier-und-Jetzt-Prinzip” (=Achtsamkeit), bei dem Körper, Seele (=Gefühle) und Geist (=Gedanken) miteinander Eins sein müssen, damit das Klettern gelingen kann.

Zugleich mit dieser Erkenntnis war mir klar, wie das Klettern zur Selbsterfahrung  und als Therapiemethode eingesetzt werden kann. Offensichtlich ist „Therapeutisches Klettern” noch relativ neu, denn es gibt nur ein einziges Fachbuch hierzu. Und es wird bisher überwiegend in Kliniken eingesetzt… falls dafür das Geld und das Personal dafür vorhanden ist.

Die eindrucksvollen Erfolge meiner Klienten, mit denen ich im K5 klettern war, bestätigen mir, wie richtig mein Entschluss ist, das „Therapeutische Klettern” auch ambulant über meine Praxis anzubieten.
Für das freundliche Wohlwollen, mit dem mir die Leitung des K5-Kletterzentrum – Herr Fabian Lehmann – bei meinem Vorhaben entgegen kommt, danke ich hier herzlich!

kognitive Verhaltenstherapie

Hier beschränke ich mich auf verschiedene Methoden, mit denen meine Klienten erlernen können, sich zu stabilisieren, mit leidvollen Gedanken konstruktiv umzugehen, Gedankenkreisel zu unterbrechen, Schlafprobleme zu überwinden, besser zu kommunizieren und Beziehungen erfreulicher zu gestalten usw.

Ich sehe diese Methoden eigentlich nicht als Therapie an. Denn ich vermittle sie nur im Sinne eines „Fähigkeiten-Training”. Der Klient setzt diese Fähigkeiten bei Bedarf zu seiner Stabilisierung ein. Der therapeutischer Effekt zielt dabei allerdings nur auf die Milderung der Symptome. Oft kann nur aufgrund der wiedergewonnenen Stabilität mit der eigentlichen, ursächlichen Therapie begonnen werden.

Optimierung von Fähigkeiten der Emotionsregulierung

Überwältigend werden Gefühle wahrgenommen, wenn ein regulierender Umgang mit Gefühlen in Kindheit und Jugend nur unzureichend erlernt werden konnte. Oft kommt es aber auch vor, dass der Auslöser für ein Gefühl im Erwachsenenalter starke Erinnerungen an Verletzungen und Gefühle in Kindheit und Jugend wecken. Diese Doppelwirkung kann wahre Gefühlsstürme auslösen und zu ungünstigen Verhaltensweisen führen. In der massivsten Erscheinungsform findet sich solch eine Reaktion bei Menschen mit traumatischen Erlebnissen, wenn sie sich schlagartig in die traumatisierende Szene hinein gezogen fühlen.
Es geht bei der Emotions-Regulierung nie darum „Gefühle weg zu machen”, sondern zu erlernen, Gefühle wach und bewusst zu erleben, ohne deren Kraft überwältigend werden zu lassen.

EMDR

Dies ist eine Stabilisierungstechnik, die ich z.B. in der Traumatherapie und bei außerordentlichen Belastungs-Erlebnissen eines Klienten einsetze. Außerdem wende ich EMDR an, wenn positive Bilder bzw. Imaginationen als kraftvolle, erfreuliche Ressourcen verstärkt werden sollen, sodass von ihnen eine heilende Kraft ausgeht.

Ursprünglich bedeutet die Bezeichnung „Eye Movement Desensitization and Reprocessing” (=wörtlich übersetzt: Unempfindlich machen und neu bewerten durch Augen-Bewegung).
Ich nutze nur einen Teil dieser Methode, um zu bewirken, dass der Klient bei der Erinnerung an traumatische Erlebnisse sozusagen mit einem Bein sicher in der Gegenwart bleibt und sich mit dem anderen Bein vorsichtig dosiert der belastenden Erinnerung stellt. Das Reprocessing ersetze ich durch das sogenannte Rescripting und weitere Methoden, die in der Schematherapie angewendet werden.

Bei der Arbeit mit stärkenden, erfreulichen Erinnerungen (Kraftbilder, Imaginationen) können deren heilsame und stabilisierende Wirkung durch EMDR verstärkt werden. Meine Klienten können die zugehörige EMDR-Übung jederzeit ohne Hilfsmittel selbstständig wiederholen, sodass die heilsame Kraft für sie jederzeit zugänglich wird und bleibt.

Weitere Methoden und Arbeitsmittel

Informations- und Arbeitsmaterialien

Alle weiteren Methoden aufzuführen und zu erklären, würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Ich möchte hier nur die vielen Informations- und Arbeitsmaterialien erwähnen, die die Zusammenarbeit intensivieren und auch strukturieren. Viele dieser Materialien habe ich selbst entwickelt.
Andere Arbeitsunterlagen habe ich aus Materialien weiter entwickelt, die sonst nur von engagierten Therapeuten in psychosomatischen Kliniken verwendet werden. Diese Arbeitsmaterialien habe ich damals als Patient in einer psychosomatischen Klink erfolgreich für mich selbst anwenden können.
Alle Informations- und Arbeitsmaterialien und einfache psychologische Fragebögen sind immer im Stunden-Honorar enthalten. Lediglich die sehr umfangreichen Schema-Fragebögen sind kostenpflichtig (müssen aber nicht zwingend in der Schematherapie eingesetzt werden).

Tonaufzeichnungen der Beratungs- / Therapiestunden

Meine Klienten können von jeder Therapiestunde eine Tonaufzeichnung in hochwertiger Qualität auf einer CD erhalten und zwar direkt nach Stundenende. Das Aufzeichnungsformat ist MP3, sodass die Aufzeichung auf allen aktuellen CD-Playern und Computern sowie auf Smartphones abgespielt werden kann. Fast alle meiner Klienten nutzen diese Möglichkeit und fast immer höre ich: „In einer Therapiestunde geschieht so enorm viel! Wenn ich die Aufnahme nicht hätte, würde ich viel zu viel verpassen und vergessen. Die Tonaufnahme und das spätere Abhören machen jede Therapiestunde doppelt so effizient!”
Die Ton-Aufzeichnung der Stunde und die Übergabe auf CD ist ebenfalls im Stunden-Honorar enthalten.