Eine psychische Diagnose kann zwar zunächst eine Erleichterung sein, weil man nun endlich einen Begriff für das Leid hat. Das macht es leichter, über Schwierigkeiten zu sprechen, weil man anscheinend nur diesen Begriff zu nennen braucht. Und der Betroffene gewinnt den Eindruck, als wüsste er jetzt endlich, was ihm fehlt.
Aber zugleich ist mit einer psychische Diagnose oft auch eine Stigmatisierung verbunden, die den Betroffenen in soziale Schwierigkeiten, in Scham und in die Isolation treiben kann. Das Leid vervielfacht sich.

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